Eine Unterhaltsreinigung ist die regelmäßige, wiederkehrende Reinigung von Gebäuden in festgelegten Intervallen (z. B. täglich, wöchentlich oder 14-tägig), um Räume dauerhaft sauber, hygienisch und gepflegt zu halten. Sie umfasst Routinearbeiten wie Boden- und Oberflächenreinigung, das Säubern der Sanitäranlagen und die Müllentsorgung – im Gegensatz zur seltenen, intensiven Grundreinigung.

Das Wichtigste gebündelt

  • Definition: Regelmäßige, wiederkehrende Reinigung zum Erhalt von Sauberkeit und Hygiene – nach festem Plan und Intervall.
  • Leistungen: Böden, Oberflächen & Möbel, Sanitärbereich, Küche/Pausenraum und Müllentsorgung.
  • Die 3 Reinigungsarten: Sichtreinigung (nur Sichtbares), Unterhaltsreinigung (regelmäßiger Standard) und Grundreinigung (seltene Intensivreinigung).
  • Häufigkeit: Hängt von Nutzung, Publikumsverkehr und Hygieneanspruch ab – vom täglichen Büro bis zum wöchentlichen Treppenhaus.
  • Kosten: Meist als monatliche Pauschale abgerechnet; der Preis richtet sich nach Fläche, Intervall, Bodenbelag und Verschmutzungsgrad.
  • Für Vermieter wichtig: Die Unterhaltsreinigung gemeinschaftlicher Flächen ist als Betriebskosten in der Regel auf die Mieter umlagefähig.

Was ist eine Unterhaltsreinigung? Definition & Bedeutung

Die Unterhaltsreinigung – manchmal auch „laufende Reinigung“ genannt – bezeichnet alle wiederkehrenden Reinigungsarbeiten, die in festen, vorab vereinbarten Intervallen durchgeführt werden. Ihr Ziel ist es nicht, einen Raum erstmalig tief zu reinigen, sondern einen bereits sauberen Zustand dauerhaft aufrechtzuerhalten.

Genau das ist die Bedeutung des Begriffs: Sauberkeit wirkt nur dann, wenn sie kontinuierlich stattfindet. Ein einmal gereinigtes Treppenhaus verschmutzt durch tägliche Nutzung wieder – die Unterhaltsreinigung sorgt dafür, dass es gar nicht erst so weit kommt. Damit gehört sie zu den Grundlagen der professionellen Gebäudereinigung und kommt überall dort zum Einsatz, wo Menschen arbeiten, wohnen oder Kundenverkehr herrscht: in Büros, Treppenhäusern von Mehrfamilienhäusern, Arztpraxen, Ladengeschäften oder öffentlichen Einrichtungen.

Ein zentraler Bestandteil ist immer der Reinigungsplan. Er legt genau fest, welche Aufgabe wann und wie oft erledigt wird. Dadurch bleibt das Ergebnis planbar und nachvollziehbar – für den Auftraggeber wie für die Reinigungskraft.

💡 Hinweis aus unserer Praxiserfahrung: Hinweis aus unserer Praxiserfahrung: Der Wert einer Unterhaltsreinigung steckt nicht in der einzelnen Reinigung, sondern in der Verlässlichkeit des Intervalls. Wer Flächen einfach „nach Bedarf“ reinigen lässt, zahlt am Ende oft mehr – weil sich Schmutz festsetzt und irgendwann eine teure Grundreinigung nötig wird. Ein fester Rhythmus ist günstiger und schützt langfristig den Wert der Immobilie.

Was wird bei einer Unterhaltsreinigung gemacht?

Der konkrete Leistungsumfang wird für jedes Objekt individuell in einem Leistungsverzeichnis festgelegt. Die folgenden Tätigkeiten bilden den Standard und decken die typischen Bereiche eines Gebäudes ab:

Bodenreinigung

  • Staubsaugen von Teppichböden und textilen Belägen
  • Kehren und feuchtes Wischen von Hartböden (Fliesen, Laminat, Parkett, Stein)

Oberflächen & Möbel

  • Feuchtes Abwischen von Tischen, Schreibtischen und Arbeitsflächen
  • Entstauben von Regalen, Fensterbänken und Heizkörpern
  • Reinigung häufig berührter Flächen wie Türgriffe und Lichtschalter

Sanitärbereich

  • Reinigung von Toiletten, Urinalen, Waschbecken und Armaturen
  • Säubern von Spiegeln und Fliesen
  • Auffüllen von Seife, Handtuch- und Toilettenpapier

Küche & Pausenraum

  • Reinigung von Arbeitsflächen, Spülbecken und Außenflächen von Geräten
  • Entleeren und Säubern der Mülleimer

Müllentsorgung & Allgemeines

  • Leeren der Abfallbehälter und fachgerechte Trennung
  • Entfernen von Griffspuren an Glasflächen und Spinnweben in Ecken

Was gehört nicht zur Unterhaltsreinigung?

Zur klaren Abgrenzung – diese Arbeiten sind intensiver oder spezieller und fallen nicht unter die routinemäßige Unterhaltsreinigung:

  • Grundreinigung: Tiefenreinigung von Böden inkl. Entfernen alter Pflegefilme, Fugenreinigung, schwer zugängliche Bereiche.
  • Spezialreinigungen: Fenster- und Fassadenreinigung, Teppich- und Polsterreinigung, Tiefgaragen.
  • Außenanlagen: Unkrautentfernung, Grünpflege, Winterdienst.
  • Bauschluss- & Sonderreinigungen: nach Renovierungs- oder Handwerkerarbeiten.

Viele dieser Leistungen lassen sich aber als Zusatzleistung mit der Unterhaltsreinigung kombinieren – etwa eine Fensterreinigung im Quartalsrhythmus. Was sinnvoll ist, klären wir am besten direkt beim Vor-Ort-Termin.

Die 3 Reinigungsarten: Sicht-, Unterhalts- & Grundreinigung im Vergleich

In der Gebäudereinigung unterscheidet man drei aufeinander aufbauende Reinigungsarten. Sie ergänzen sich – wer den Unterschied kennt, beauftragt genau das, was er wirklich braucht, und zahlt nicht für Leistungen, die nicht nötig sind.

Kriterium Sichtreinigung Unterhaltsreinigung Grundreinigung
Was passiert? Nur sichtbare Verschmutzungen werden entfernt (z. B. Flecken, Müll, sichtbarer Staub) Vollständige Routinereinigung aller vereinbarten Flächen Intensive Tiefenreinigung inkl. schwer zugänglicher Bereiche
Häufigkeit Sehr häufig / zwischendurch, oft täglich Regelmäßig (täglich, wöchentlich, 14-tägig) Selten (halbjährlich, jährlich oder nach Bedarf)
Intensität Gering Gering bis mittel Hoch
Ziel Schneller optischer Eindruck Sauberkeit & Hygiene dauerhaft erhalten Werterhalt & Entfernen festsitzender Verschmutzungen
Typisch für Stark frequentierte Bereiche zwischen den Hauptreinigungen Büros, Treppenhäuser, Praxen, Geschäfte Vor Übergaben, nach Bau-/Renovierung, zur Auffrischung

Unterschied zwischen Unterhaltsreinigung und Grundreinigung

Der wichtigste Unterschied liegt in Häufigkeit und Intensität: Die Unterhaltsreinigung findet regelmäßig statt und hält einen sauberen Zustand. Die Grundreinigung ist eine seltene, sehr gründliche Intensivreinigung, die auch festsitzenden Schmutz in Ecken, Fugen und auf Bodenbelägen entfernt. Faustregel: Die Grundreinigung schafft die Ausgangsbasis – die Unterhaltsreinigung erhält sie. Wie sich beide bei der Treppenhausreinigung konkret unterscheiden, zeigen wir hier im Detail.

Unterschied zwischen Unterhaltsreinigung und Sichtreinigung

Die Sichtreinigung ist die „abgespeckte“ Variante: Es wird nur entfernt, was man auf den ersten Blick sieht – etwa heruntergefallener Müll oder ein frischer Fleck. Sie ist schnell und günstig, ersetzt aber keine vollständige Reinigung, weil Hygiene-Bereiche (z. B. Sanitär) und nicht direkt sichtbarer Staub ausgespart bleiben. Die Unterhaltsreinigung dagegen reinigt alle vereinbarten Flächen systematisch. In der Praxis kombiniert man beides: tägliche Sichtreinigung in stark genutzten Bereichen, dazu die Unterhaltsreinigung im festen Intervall.

Wie läuft eine Unterhaltsreinigung ab?

Ein professioneller Ablauf folgt immer denselben Schritten – das sorgt für gleichbleibende Qualität:

  1. Objektbegehung: Wir schauen uns Flächen, Bodenbeläge und Sanitärbereiche vor Ort an.
  2. Leistungsverzeichnis & Angebot: Daraus entsteht ein transparentes Angebot mit klarem Leistungsumfang.
  3. Reinigungsplan & Intervall: Was wird wann und wie oft gereinigt? Alles schriftlich festgehalten.
  4. Durchführung: Festes, eingearbeitetes Personal reinigt zu den vereinbarten Zeiten.
  5. Qualitätskontrolle: Das Ergebnis wird überprüft, damit der vereinbarte Standard dauerhaft gehalten wird.

💡 Reinigungsfirma-Tipp: Achten Sie im Sanitärbereich auf das sogenannte 4-Farben-Prinzip. Durch farblich getrennte Reinigungstücher wird verhindert, dass Keime von der Toilette zum Waschbecken verschleppt werden. Eine seriöse Reinigungsfirma arbeitet immer nach diesem Prinzip – fragen Sie ruhig danach.

Wie oft sollte eine Unterhaltsreinigung durchgeführt werden?

Das richtige Intervall hängt von Nutzung, Publikumsverkehr und Hygieneanspruch ab. Diese Werte haben sich in der Praxis bewährt:

Empfohlene Reinigungsintervalle nach Objekttyp

Objekt Empfohlenes Intervall
Treppenhaus im Mehrfamilienhaus 1× pro Woche (je nach Lage 14-tägig)
Kleines Büro (wenige Mitarbeiter) 1–2× pro Woche
Stark frequentiertes Büro / Empfang Täglich
Arzt- oder Therapiepraxis Täglich bis mehrmals pro Woche
Ladengeschäft mit Kundenverkehr Täglich

Was kostet eine Unterhaltsreinigung?

Die Preise für eine Unterhaltsreinigung lassen sich nicht pauschal angeben – seriös wird der Preis immer individuell pro Objekt kalkuliert. In der Gebäudereinigung wird dabei fast immer eine monatliche Pauschale vereinbart statt eines Preises pro Einzelreinigung. Das hat einen guten Grund: Eine Pauschale ist für beide Seiten planbar und glättet Wochen mit etwas mehr oder weniger Aufwand.

Diese Faktoren bestimmen den Preis:

  • Fläche in Quadratmetern
  • Intervall bzw. Häufigkeit pro Woche
  • Bodenbelag (z. B. pflegeintensives Parkett vs. robuste Fliesen)
  • Verschmutzungsgrad und Nutzungsintensität
  • Anzahl der Sanitäranlagen
  • Zusatzleistungen wie Fensterreinigung

💡 Reinigungsfirma-Tipp: Lassen Sie sich nie einen Preis „pro Stunde“ ohne definierten Leistungsumfang nennen. Vergleichbar wird ein Angebot erst über die monatliche Pauschale bei klar festgelegtem Intervall und Leistungsverzeichnis. Detaillierte Beispielrechnungen finden Sie in unseren Ratgebern zu den Kosten einer Büroreinigung und zur Treppenhausreinigung pro Etage.

Für wen lohnt sich eine professionelle Unterhaltsreinigung?

Überall dort, wo Sauberkeit zum Aushängeschild gehört und nicht dem Zufall überlassen werden sollte:

Worauf Sie bei der Wahl einer Reinigungsfirma achten sollten

Eine gute Unterhaltsreinigung steht und fällt mit der Verlässlichkeit des Dienstleisters. Diese Punkte sind ein gutes Qualitätssignal:

  • Fester Reinigungsplan mit klar definierten Leistungen statt vager Absprachen
  • Eingearbeitetes, festes Personal pro Objekt – mit Ankündigung bei Vertretungen
  • Transparente monatliche Pauschale ohne versteckte Kosten
  • Direkte Erreichbarkeit eines Ansprechpartners
  • Dokumentierte Schlüsselübergabe und nachvollziehbare Qualitätskontrolle

Häufige Fragen zur Unterhaltsreinigung

Bei einer Unterhaltsreinigung werden die Böden gesaugt und gewischt, Oberflächen und Möbel abgewischt, die Sanitäranlagen gereinigt und aufgefüllt sowie der Müll entsorgt. Der genaue Umfang wird vorab in einem Reinigungsplan festgelegt.

Die Unterhaltsreinigung ist die regelmäßige Standardreinigung zum Erhalt der Sauberkeit. Die Grundreinigung ist eine seltene, intensive Tiefenreinigung, die auch festsitzenden Schmutz und schwer zugängliche Bereiche entfernt.

Bei der Sichtreinigung werden nur sichtbare Verschmutzungen entfernt – sie ist schnell und oberflächlich. Die Unterhaltsreinigung reinigt dagegen alle vereinbarten Flächen systematisch und vollständig, inklusive Hygienebereichen.

Die drei klassischen Reinigungsarten in der Gebäudereinigung sind die Sichtreinigung (nur sichtbarer Schmutz), die Unterhaltsreinigung (regelmäßiger Standard) und die Grundreinigung (seltene Intensivreinigung).

Der Preis wird individuell pro Objekt als monatliche Pauschale kalkuliert und hängt von Fläche, Intervall, Bodenbelag, Verschmutzungsgrad und Zusatzleistungen ab. Einen verlässlichen Preis liefert nur ein individuelles Angebot nach Objektbegehung.

Ja. Die regelmäßige Reinigung gemeinschaftlich genutzter Flächen – etwa des Treppenhauses – zählt zu den Betriebskosten und ist nach § 2 Betriebskostenverordnung in der Regel auf die Mieter umlagefähig, sofern dies im Mietvertrag vereinbart ist. Wie die Abrechnung im Mehrfamilienhaus funktioniert, erklären wir hier.

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